Viele Menschen haben ihre eigenen vier Wände kreditfinanziert. Ob eine Immobilie aber eine sichere Vorsorge gegen einen Systemcrash ist, könnte fraglich sein. Zur tickenden Zeitbombe wird ein Eigenheim gar, wenn es mit einer Lebensversicherung gegenfinanziert ist. Aber auch ansonsten lohnt ein genauer Blick in den Kredit-Sklavenvertrag.
16.02.11
Der Verlust des Vermögens ist nur die eine Seite dieser dunklen Medaille der Geldsystemkrise. Viel gefährlicher ist die tickende Zeitbombe, welche unzähligen Sklaven des Hamsterrads an ihr Bein gekettet ist: Ein hoher Kredit für Haus- oder Wohneigentum. Doch was genau ist daran so brandgefährlich?
Ein fiktives Beispiel: Angenommen, Sie haben sich vor wenigen Jahren den langgehegten Wunsch nach einem Eigenheim erfüllt und sich zum Preis von 300.000 Euro ein Haus gebaut oder gekauft. An Eigenkapital brachten Sie die Hälfte, also 150.000 Euro, in Form von Ersparnissen ein. Für die andere Hälfte des Kaufpreises nahmen Sie ein Darlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren bei Ihrer Hausbank auf und diese hat daraufhin als Sicherheit einen Grundschuldeintrag erhalten.
Ihr freundlicher Finanzberater hatte Sie damals im Vorfeld davon überzeugt, ein tilgungsfreies Darlehen aufzunehmen und der Bank lediglich die stets gleichbleibenden Zinsen zu bezahlen. Die Tilgung sollte später mittels einer separat angesparten Lebensversicherung erfolgen, in welche Sie monatlich die Tilgungsbeiträge einzahlen. Hierbei profitieren Sie von den niedrigen Kreditzinsen und den gleichzeitig höheren Erträgen der Lebensversicherung.
Soweit so gut. Sie verfolgen den aktuellen Immobilienboom in den Medien und freuen sich, Ihr Eigenheim noch so günstig gekauft zu haben, während Ihre Kollegen heute 400.000 Euro und mehr für ein ähnliches Haus hinblättern müssen. Der XXL-Aufschwung kommt zwar bei Ihnen persönlich nicht an, aber noch haben Sie Arbeit und alles läuft wie gewohnt.

Doch eines Morgens hören Sie im Radio, dass durch den Staatsbankrott Spaniens der Euro gegenüber dem Dollar schlagartig sehr stark gefallen sei und nur noch mit 1,09 Dollar notiere. Innerhalb der nächsten Wochen erleben Sie panisch agierende Politiker und eine völlig zusammenbrechende Wirtschaft. Nachdem auch zahlreiche Banken pleite gingen und die Zinsen extrem anstiegen, erfahren Sie ein bisher noch nie gekanntes Chaos.
Während Sie sich um Ihren Arbeitsplatz immer größere Sorgen machen, wiegen Sie sich immerhin bezüglich des Kredites für Ihre eigenen vier Wände in Sicherheit. Der Zins für Ihr Darlehen ist schließlich noch für weitere sieben Jahre bei 3,6% festgeschrieben. Völlig unerwartet finden Sie dann eines Tages einen Brief in Ihrem Briefkasten.
Er ist von Ihrer Bank. Darin steht, dass Ihre Immobilie nach der aktuell sehr schwierigen Marktlage auf einen Wert von lediglich 100.000 Euro geschätzt wurde. Da die Grundschuld für Ihr Haus jedoch bei 150.000 Euro liegt, fordert Sie Ihre Bank nun auf, bis Ende der folgenden Woche eine Sicherheitsleistung in Höhe von 50.000 Euro zu erbringen. Ansonsten droht die sofortige Fälligstellung und damit die Kündigung des Kredites. Sie müssten dann die 150.000 Euro auf einen Schlag zurückbezahlen, weil Sie ja bisher keine Tilgung geleistet haben.
Quelle: wahrheiten.org